Eindrücke und O-Töne von der Reitfreizeit …

... drei Männer, die sich verstehen ...

… drei Männer, die sich verstehen …

»Ich fand eigentlich alles toll, am meisten natürlich die Pferde. Ich mochte aber auch unsere Gemeinschaft, die Wohnung, das Essen und unsere Ausflüge am Nachmittag sehr gerne.«
»Ich fand natürlich auch die Pferde schön. Was mir aber am meisten Spaß gemacht hat waren die Friesen* und unsere Gemeinschaft in der Ferienwohnung.« (Tristan, 13 und Philip, 11 Jahre)
*gemeint ist die Pferderasse …

... eine führt, eine reitet — immer im Wechsel ...

… eine führt, eine reitet …

Die Kinder haben nicht nur mit- sondern auch voneinander gelernt, denn es gab Anfänger·innen und auch schon recht erfahrene Reiter·innen. Da wurden manchmal die »Großen« zu Schülern und die »Kleinen« zu Lehrern: aus der Box führen, Striegeln, Hufe auskratzen, Mähne pflegen, Satteln, Sicherheit, Nähe und Abstand zum Pferd, Kommandos und Belohnung … Am vierten Tag konnten alle aussitzen beim Traben. Und der Ausritt am letzten Tag war ein absolutes Highlight … mit Kaiserwetter :-)

...  immer im Wechsel ...

… immer schön im Wechsel!

Bine, die Reitlehrerin erzählte, dass sie erst einmal schlucken musste als sie hörte, sie sollte für eine Woche alleine einen Kurs mit sechs Kindern übernehmen. Aber von Stunde zu Stunde hätte es ihr mehr Spaß gemacht zu erleben, wie achtsam, konzentriert, diszipliniert und hingebungsvoll diese Kinder mit den Pferden und miteinander umgingen. Sie freut sich, wenn wir wiederkommen und möchte uns dann unbedingt gerne wieder betreuen!

... malen ...

… malen …

Was Philip und Tristan am Anfang dieses Berichts gesagt haben, galt für uns alle: wir waren eine große, liebevolle Familie auf Zeit. Gemeinsam kochen und backen, spielen, vorlesen und basteln, traurige und glückliche Geschichten aus dem eigenen Leben und dem Gedächtnis erzählen, malen, toben, am offenen Kamin sitzen und träumen … nach dem Küche-Aufräumen mit dem Hund kuscheln …

 ... mit Ronja herumalbern ...

… nach dem Spülen mit Ronja herumalbern …

… diese besonderen Geschwister sind auch ganz besondere Kinder: selbständig, kooperativ und zuverlässig, hilfsbereit, fürsorglich und flexibel … und alle hatten die Fähigkeit, sich nicht hetzen zu lassen sondern alles achtsam und in einem eigenen, ruhigen Tempo zu machen.

Es war uerstaunlich, wie viel Zeit ein Tag ohne Fernsehen und Handy hat, obwohl der Vormittag den Pferden gehörte und wir fast jeden Nachmittag auch noch etwas unternommen haben …

 ... abends noch  eine Stunde für mich ...

… und abends noch eine Stunde für mich …

Apropos Handy: jeden Abend, wenn die Kinder schliefen, bekamen die Eltern zuhause über die WhatsApp-Gruppe ein paar Fotos und Geschichten von unserem vollen Tag. So ist auch eine Art Tagebuch für alle entstanden …

... Überraschungspicknick im Reiterstübchen ...

… Überraschungspicknick im Reiterstübchen …

Nicht nur für die Kinder war das Alleine-Reisen ein Abenteuer: auch für manche Eltern war es das erste Mal, dass ihre Kinder ohne sie verreist sind. Sie hatten eine besondere Überraschung für uns parat: als wir vom Ausritt am letzten Tag zurück auf den Reiterhof kamen hatten die Eltern von Lotte und Tristan im Reiterstübchen den Tisch gedeckt uns verwöhnten uns mit Kartoffel- und Nudelsalat, heißen Würstchen, Obst und Schokoladen-Gebäck zum Nachtisch. Und so viel hatten sie vorbereitet und mitgebracht, dass Bine’s junge Helferinnen, die den Ausritt begleitet hatten, auch satt wurden. Was für ein schöner Abschluss!

Den Pferden adé sagen und sie mit einem letzten Stück Apfel oder Möhre belohnen, alle umarmen und winken dauerte noch lange, bis wir uns dann in zwei Richtungen — Lotte und Tristan nach Westen an den Rhein und wir nach Norden zurück an die Weser — auf den Weg machten.

Bis zum nächsten Jahr!