Post für die Kanzlerin

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel  beim C20-Gipfel in HH| ©KW 2017

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim C20-Gipfel in HH| ©KW 2017

Richtig gesehen: Sie ist es. Die Bundeskanzlerin bei ihrer Keynote am 19. Juni beim C20-Gipfel in Hamburg.

Wir waren Gäste bei diesem internationalen Treffen von 450 Vertreter.innen von mehr als 200 Friedens-, Menschenrechts- und Umweltorganisationen aus über 60 Ländern, die sich unter dem Motto »The World We Want — Die Welt die wir wollen« in Hamburg getroffen haben.

C20 hat seit 2013 offiziell den Auftrag, den G20-Prozess — das Treffen der 20 mächtigsten Staats- und Regierungschefs und -chefinnen der Welt — kritisch und mit Vorschlägen und Forderungen zu begleiten.Hierbei geht es auch um Gleichberechtigung und Teilhabe für benachteiligte und Menschen mit Behinderungen.

Die Ergebnisse dieses einjährigen Beratungsprozesses zu Themen wie Umwelt- und Klimaschutz, Arbeitsgerechtigkeit, Ernährung, Frieden oder eben Gleichbereichtigung für alle Menschen fassen die Arbeitsgruppen — die beim C20-Prozess genauso »Sherpas« heißen wie bei G20 — in einem Empfehlungs- und Forderungspapier zusammen, das sie am Ende des Gipfeltreffens dem jeweiligen Staatsoberhaupt überreichen. Ein solches Dokument heißt »Communiqué«.

Weil Deutschland dieses Jahr Gastgeber des G20-Gipfels war, ist es auch Gastgeberland des C20-Gipfels. Und deshalb war es die Aufgabe der Bundeskanzlerin und Regierungschefin, das Communiqué entgegen zu nehmen. Anschließend saß sie mit VertreterInnen der weltweiten Dachverbände von Umwelt-, Menschenrechts-, Entwicklungs- und Friedensorganisationen auf einem Podium, um die Kritik an der weltweiten Ungerechtigkeit und die Vorschläge, was mächtige Staatenlenker wie Frau Merkel dagegen tun können und sollen, zu diskutieren.

Spätestens jetzt fragen Sie sich, fragst Du Dich bestimmt, was das alles mit Geschwisterkindern zu tun hat!?

Das »Familienfoto« mit der Kanzlerin vom C20-Gipfel | ©Stephanie von Becker

Das »Familienfoto« mit der Kanzlerin vom C20-Gipfel | ©Stephanie von Becker

Bei unserer Zukunftswerkstatt im Januar hat die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema Teilhabe für Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt und im Fernsehen beschäftigt hat, einen Brief an Frau Merkel geschrieben. Oder in Politiksprache ausgedrückt: ein Communiqué an die Kanzlerin verfasst. Und nach der Podiumsdiskussion in Hamburg, während die Kanzlerin mit den GipfelteilnehmerInnen für das Abschlussfoto vor den Kameras stand, durfte Celina Bahr als Botschafterin der besonderen Geschwister das Geschwister-Communiqué dem Regierungssprecher Steffen Seibert überreichen, der es anschließend, als alle wieder im Helikopter saßen um nach Berlin zurück zu fliegen, auch der Kanzlerin übergeben hat.

Geschwisterbotschfterin Celina Bahr und Regierungssprecher Steffen Seibert bei der Übergabe des Geschwister-Communiqués für die Kanzlerin | ©Bundesregierung / Steffen Kugler

Geschwisterbotschfterin Celina Bahr und Regierungssprecher Steffen Seibert bei der Übergabe des Geschwister-Communiqués für die Kanzlerin | ©Bundesregierung / Steffen Kugler

Da Herr Seibert selber Vater von drei besonderen Geschwistern und Pate des Bielefelder Kinderhospizes in Bethel ist, war er genau der Richtige, um dieses Dokument als erster in Empfang zu nehmen.

»Und ich dachte, wir haben in der ZukunftsWErkstatt einfach nur einen coolen Tag gehabt und uns spannende Sachen ausgedacht!« war Celinas erste Reaktion, als sie gefragt wurde, ob sie den Brief der Geschwister aus der Mindener ZukunftsWerkstatt anno2039 in Hamburg der Kanzlerin überreichen will.

Kuckst Du … geht doch!